Fazit nach einer Woche mit Snow Leopard

Nachdem ich ja schon erwähnt habe, dass Snow Leopard zu einer erschwerten Zusammenarbeit mit UMTS-Surfsticks führt, möchte ich hier noch auf die anderen Erfahrungen eingehen, die ich nach knapp einer Woche mit dem neuen Betriebssystem gesammelt habe.

Zunächst einmal ist Snow Leopard auf den ersten Blick nicht viel mehr als solide Produktpflege, denn rein äußerlich gibt es nur wenige Neuerungen. Leicht verbessert wurde z.B. die Darstellung und Funktion der praktischen Stacks; auch Exposé und der Finder wurden überarbeitet. Neu ist außerdem eine weitreichende Exchange-Einbindung, die die Nutzung des Microsoft-Services in Apple-Anwendungen wie iCal, Mail und Adressbuch erlaubt. Daneben gibt es noch kleinere Neuerungen z.B. bei iChat, das ich aber nie nutze.

Die meisten großen Änderungen fanden im „Unterbau“ – und damit für den Normaluser eher unsichtbar statt. Dies ist sicher auch ein Grund für den günstigen Preis, der den Nutzern die Kauf-Entscheidung erleichtern soll. Das Upgrade von Leopard schlägt gerade einmal mit 29 Euro zu Buche. Zu den weniger auffallenden Änderungen zählt die erweiterte 64 Bit-Unterstützung – alle Systemprogramme arbeiten nun mit 64 Bit. Grand Central Dispatch soll dafür sorgen, dass Aufgaben besser auf mehrere Prozessorkerne verteilt und damit schneller abgewickelt werden können. Auch die Leistung der Grafik-Chips wird durch OpenCL besser ausgenutzt. Weil Snow Leopard  im Gegensatz zu seinem Vorgänger keine Macs mit PowerPC-Prozessor mehr unterstützt, fällt das neue Betriebssystem um 7 GB kleiner aus und schafft so mehr Platz auf der Festplatte. Alles in allem wird das Mac OS damit schlanker, schneller und stabiler – einen Eindruck, den ich durchaus teilen kann.

Wer beispielsweise alte Versionen von Programmen, die noch für PowerPC entwickelt wurden, weiternutzen möchte, der sollte bei der Installation darauf achten, die Systemkomponente Rosetta zu installieren. Damit ist dann z.B. auch der Betrieb älterer Photoshop-Versionen kein Problem. Inkompatible Software hat Apple hier aufgelistet. Wenn man sich für ein Update der bestehenden Installation (also gegen ein sog. Clean-Install, ein vollständiges Neuaufsetzen des Systems) entscheidet, muss man ca. 1 Stunde Zeit für die Installation rechnen, die weitestgehend automatisch abläuft.

Vorsicht ist beim Betrieb älterer Druckermodelle geboten, da für diese teilweise (noch) keine Treiber zur Verfügung stehen. Vor dem Upgrade lohnt sich ein ein Blick auf Apples Liste kompatibler Drucker und Scanner.

Fazit: wer von der Inkompatibilität von Software und Hardware nicht betroffen ist und gerade 29 Euro übrig hat, kann guten Gewissens zu Snow Leopard greifen. Rein äußerlich ist es – trotz einiger praktischer neuer Features – kein Must-Have, aber eine solide Weiterentwicklung. David Pogue (NYT) bringt dies in seinem Video ebenfalls klar auf den Punkt.

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