Das iPad – mein schneller Testbericht

Berufsbedingt ist es leider im Moment etwas still in und um dieses Blog geworden, ich hoffe trotzdem, dass dieser iPad Testbericht nicht ganz unter geht und dass ich in der nächsten Zeit etwas mehr Muße zum bloggen haben werde.

Ich habe mein iPad 16GB WiFi vor gut einem Monat in New York käuflich erworben. Das war nicht ganz leicht, weil das Teil natürlich begehrt war (und ist) und so waren mehrere Anläufe notwendig, bis es schließlich im 5th Ave. Store geklappt hat.

Wissenswert: ohne Rechner mit iTunes bekommt ihr das Teil nicht zum laufen, ich habe das über das MacBook einer Freundin gemacht, weil ich keinen Nerv hatte mein MB mit nach USA zu nehmen.

Das Gerät an sich ist, wie schon einschlägigen Publikationen zu entnehmen war, der Hammer! Etwas schwerer als zunächst gedacht, aber trotzdem recht dünn und in meinen Augen auch sehr handlich. Es ist natürlich nichts für die Hosentasche, sondern eher etwas fürs Sofa, einen Nachmittag im Cafe, oder die Reise. Zumindest als Mann (ohne Handtasche) nimmt man es also bewusst mit und hat es nicht, wie ein iPhone, sowieso dabei.

Der Touchscreen ist sowohl von der Reaktion als auch von der Helligkeit super – in der prallen Sonne habe ich das Gerät noch nicht benutzt, bisher war es mir nie zu dunkel. Die Auflösung ist, besonders beim Betrachten von hochaufgelösten Videos und Fotos, ebenfalls herausragend. Ich bin zwar in Sachen Geschwindigkeit von meinem iPhone 3G nicht gerade verwöhnt, aber das iPad ist wirklich absolut flink – einziges Hindernis ist wohl mein eigener nicht allzu flotter Internetzugang. Die Akkulaufzeit ist auf jeden Fall bemerkenswert, man muss sich um dieses Thema sicher keine großen Gedanken machen – höchstens auf laaaangen Reisen könnte mal der Saft ausgehen.

Was die Apps angeht, kommt das iPad mit einer etwas kleineren Auswahl als das iPhone. So fehlen bspw. Wetter-App, Rechner oder Weltuhr mit Wecker. Das finde ich ein bisschen schade, weil die Apple-eigenen Apps hier ganz gute Dienste geleistet haben. Die App-Auswahl für das iPad ist mittlerweile eigentlich ganz gut, obwohl es natürlich auch hier noch jede Menge Potenzial und damit auch bald weitere Einsatzgebiete für das iPad gibt. Beachtenswert ist, dass die Apple-Apps wie iBooks oder die iWork-Apps bisher noch nicht mit deutschem Account über iTunes zu beziehen sind – zum Deutschlandstart dürfte es aber soweit sein.
Meiner Meinung nach kann man die nativen iPhone-Apps, die auf dem iPad auch vergrößert angezeigt werden können getrost vergessen. Im Vergleich zu den speziell fürs iPad entwickelten Programmen haben sie absolut keine Chance. Ich nutze iPhone-Apps damit fast nie auf dem iPad.

Ich habe das iPad, wie gesagt, in USA gekauft und den Rückflug damit sehr genossen. Wer sich vorher mit Filmen, Podcasts oder Lesestoff versorgt hat, sollte auch auf Langstrecken keine Langeweile bekommen. Die Größe ist perfekt für Texte, aber auch für gespeicherte Websites und Filme etc.
Im täglichen Gebrauch nutze ich das Gerät hauptsächlich zum Surfen oder Lesen – und das trotz Unitasking lieber als mein MacBook Pro. Wirklich nett ist es auch Bilder im kleinen Kreis zu zeigen und man kann es sich sehr gut damit in einem Cafe (mit WLan) bequem machen. Die Tastatur ist wirklich gut zu benutzen (ich habe diesen Text auch darauf verfasst) – allerdings ist sie nur im Querformat für ausführlichere Texte zu gebrauchen.

Empfehlenswert ist in jedem Fall die Hülle von Apple: das Aufstellen ist in vielen Situationen echt hilfreich, auch wenn das Gerät natürlich ohne Hülle tausendmal schöner aussieht. Leider sitzt die Hülle recht genau, was ein häufiges wechseln nicht gerade erleichtert.

Welche Version kaufen? Ich hatte zum Kaufzeitpunkt noch nicht die Qual der Wahl zwischen WiFi und 3G, würde mich aber angesichts des Preises vermutlich doch wieder für die gewählte 16Gb WiFi Version entscheiden. Der Speicherplatz reicht mir momentan bei weitem aus und ich nutze das iPad eben doch nicht mal spontan, wie das iPhone, sondern eher zuhause oder eben „geplant“ – sprich man geht in ein Café und nutzt das WiFi dort. Im Urlaub ist man aufgrund der Datentarife sowieso meist auf WiFi angewiesen. Zweiter Aspekt ist, dass ich mit einem halben Auge schon auf das Nachfolgermodell schiele, denn die mangelnde Webcam ist wirklich ein kleiner Minuspunkt.

Alles in allem ist das Gerät, besonders auch für ein Produkt der ersten Generation, außerordentlich gut gelungen. Minuspunkte sind das erwähnte Fehlen einer Webcam und evtl. der Umstand, dass man eben auf Apple als Programm- und Medienanbieter stark festgelegt ist. Den Flashplayer, habe ich bislang zwar ein paar Mal, aber insgesamt doch selten vermisst.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s