Pack‘ den Löwen in den Mac

Bei einem Preis von knapp 24 € für die neueste Version von Mac OS X fällt das Widerstehen schwer – vor allem, wenn es sich mit einem Mausklick direkt über den AppStore käuflich erwerben lässt. Beinahe reflexhaft habe ich deshalb natürlich auch direkt am Mittwochabend zugeschlagen.

Dabei ist vor allem bemerkenswert, wie unkompliziert das Update abläuft: Kaufen, je nach DSL-Leitung ordentlich abwarten (die Software ist fast 3,5 GB groß) und den Mac in Ruhe installieren lassen. Mit einigermaßen schneller DSL-Anbindung sollte man dennoch mit 2-3 Stunden für Download und Installation rechnen. Außerdem sollte man nicht vergessen, vor der Installation ein gründliches Backup aller Daten durchzuführen.

Der erste Eindruck des frisch installierten Lion ist: gähnende Langsamkeit. Der Grund dafür ist, dass das System alle Dateien neu für die Suche indiziert (am kleinen Punkt im Spotlight-Symbol erkennbar), was natürlich einige Ressourcen frisst. Danach läuft der Löwe aber auch auf meinem 2009er MacBook Pro flüssig und die neuen Features machen einfach Spaß. An das umstrittene Umkehren der Scrolling-Richtung habe ich mich nach einigen Tagen auch gewöhnt.

Viel schwerer wiegt in meinen Augen aber ein anderes Manko von Lion: Die neue Betriebssystem-Version kommt ohne Rosetta – dieses Hintergrund-Feature erlaubt es, für PowerPC konzipierte Software auch auf einem Intel-Mac zu nutzen. Das kann nach der Installation für ein böses Erwachen sorgen, wenn man z.B. eine ältere Version von MS Office oder Photoshop öffnen möchte – die geht nämlich gar nicht erst auf. Mehr dazu und Alternativen zeigt Macrumors.com in diesem Artikel auf.

Ebenfalls unschön: der Fonic-UMTS-Stick verweigert unter Lion ebenfalls standhaft seinen Dienst – das Gerät wird einfach nicht gefunden. Abhilfe schafft kurzfristig das iPhone-Tethering, aber eine Dauerlösung kann das freilich nicht sein.

Die neue Generation des Macintosh-Betriebssystems hinterlässt also durchaus einen gemischten Eindruck. Wünschenswert wäre von meiner Seite zügige eine Nachlieferung von Rosetta und natürlich ein Weg angestammte Hardware weiter zu nutzen. Eine Anfrage an Fonic habe ich bezüglich des UMTS-Sticks bereits gestellt. Vor Kauf und Installation sollte man auf jeden Fall kritisch hinterfragen, ob man auf  einige PowerPC-basierte Software keinesfalls verzichten kann und klären, ob die verwendete Hardware mit Lion kompatibel ist.

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Ein Gedanke zu „Pack‘ den Löwen in den Mac

  1. Hi,

    ich hatte mir vor zwei Monaten ein MBP zugelegt. Darauf war noch Snow Leopard installiert. Mein Fonic Surfstick funktionierte damit auf Anhieb. Das änderte sich auch nicht nach dem Update auf Lion.

    Man kann also feststellen, dass es grundsätzlich schon geht. Im Web finden sich aber genug andere Zeitgenossen, bei denen es auf Anhieb auch nicht klappte.

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