TdW: Pixelio, Twitter-Aktie, Facebook-Paper, GEMA

Große Aufregung um eine Entscheidung des LG Köln. Danach ist es bei der Verwendung von Stockphotos nicht mehr ausreichend, den Urheberrechtshinweis als Text unter dem Bild anzubringen; er muss vielmehr auch auf dem Bild selbst eingebaut werden. Denn nur dann ist er auch noch zu sehen, wenn der Nutzer die Bild-URL direkt aufruft (z.B. auch mit Rechtsklick „Bild in neuem Tab anzeigen“). Bemerkenswert ist, dass die Entscheidung sogar Pixelio selbst überrascht hat und die Bilddatenbank mit einer Stellungnahme reagierte. Unterdessen gibt es Stimmen, die die Aufregung für übertrieben halten, andere fordern zum sofortigen Handeln auf.

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Twitter konnte zwar seine Werbeeinnahmen erhöhen, gleichzeitig meldete das Unternehmen aber auch ein langsameres Nutzerwachstum und eine sinkende Aktivität bestehender Nutzer auf der Plattform. In der Folge ging es mit der Twitter-Aktie abwärts. Neal Ungerleider beschreibt auf Fastcompany den Wandel von Twitter hin zu einem bildlastigeren Netzwerk und stellt die Gretchenfrage, wie sich Twitter verändern muss/darf, damit die Nutzer dem Dienst treu bleiben.

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Facebooks News-App „Paper“ ist diese Woche im US-App-Store gestartet. Klaus Eck geht in einem Blog-Beitrag auf Facebooks damit weiter steigenden Einfluss als Inhalte-Filter ein. Außerdem kommt er zu dem Schluss, dass Paper Unternehmen bei erfolgreichem Story-Telling weiter unterstützen kann:

„Wer gute, relevante Geschichten erzählen kann, dürfte sich nicht schwer damit tun, auf Paper neue Follower zu gewinnen, die regelmäßig den Markencontent lesen wollen. Ohne Storytelling dürfte es Unternehmen künftig noch schwerer fallen, ihre Facebook-Fans zu erreichen. Beliebige, langweilige Inhalte verschwinden hinter dem Facebook-Feed-Algorithmus. Wer nichts zu sagen hat, wird keinerlei Aufmerksamkeit generieren.“ – schreibt Klaus Eck.

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Und weil das LG Köln bereits deutlich gemacht, wie Internet nicht funktioniert, legt die GEMA gleich noch eins drauf:

„Die Gema wünscht sich konkret, dass jeder, der ein Video mit Musikinhalten von YouTube über die HTML-Funktion „Source“ als interaktives Element in eine Website einbindet, dafür genauso zahlt, als würde er die Videodatei direkt zum Abspielen zur Verfügung stellen“, schreibt die Welt.

Nach dem sich die Verwertungsgesellschaft bereits als Verursacherin der „Dieses Video ist in Deutschland nicht verfügbar, da die GEMA die Verlagsrechte hieran nicht eingeräumt hat. Das tut uns leid.“-Tafeln bei Internetnutzern beliebt gemacht hat, geht sie mit der neuen Forderung den nächsten konsequenten Schritt.

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