TdW: Storify, Flipboard-Konkurrenz, Facebook-News, Social Media Tipps

Frank Zimmer beschreibt, warum das Storytelling-Tool Storify das Internet zu einem besseren Ort machen könnte und Journalisten hilft.

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Konkurrenz für Flipboard und dessen Mitbewerber – Facebook startet am 3. Februar mit seiner eigenen social-News-App „Paper„. Bisher wurde die App nur für iOS und den US-App-Store angekündigt, die Inhalte sollen sowohl von menschlichen Redakteuren als auch von Algorithmen ausgewählt werden. Zwar verfügt Flipboard über deutlich mehr Funktionen, als die angekündigte erste Version von Facebooks „Paper“, aber dem sozialen Netzwerk kommt natürlich seine enorm große Nutzerzahl zu Gute.

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Und während Facebook die Verbreitung fertiger Nachrichten mit seiner neuen App verbessern will, arbeiten andere daran, die Nachrichten zu finden, bevor sie welche sind: Das Unternehmen Dataminr durchsucht Twitter nach relevanten Tweets mit Nachrichtenwert, um Journalisten auf neu entstehende Themen aufmerksam zu machen, berichtet T3N. Das Tool soll laut Unternehmensangaben bereits erfolgreich bei CNN im Einsatz sein.

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Weil man schnell den Überblick verlieren kann: Fastcompany hat eine Übersicht der wichtigsten 10 Änderungen bei Facebook, Twitter und LinkedIn zusammengestellt.

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Die TU-Darmstadt untersucht regelmäßig die Verbreitung von deutschen Nachrichten-Artikeln im Web. In der aktuellsten Ausgabe der Studie bleibt Facebook weiterhin die Nummer eins, Twitter bleibt auf Platz zwei, verliert jedoch deutlich an Beliebtheit. Google+ hat hingegen zugelegt. Mehr dazu bei Kress.

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Kleine Verbesserung für Facebook-Places-Seiteninhaber: Von nun an können Bewertungen, die Nutzer hinterlassen haben kommentiert werden. Dies erleichtere Betreibern der Page vor allem den Umgang mit Beschwerden, auf die bisher nicht reagiert werden konnte, schreibt allfacebook.

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Die Agentur tobesocial hat in einer ausführlichen Infografik die wichtigsten Tipps rund um das Posten in den verschiedenen sozialen Netzwerken zusammengefasst.

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Und: Facebook feiert Rekordzahlen bei Nutzern und Umsatz.

TdW: Content Marketing, User-Zahlen, Davos, DLD, Facebook

Zum Wochenausklang noch einmal die wichtigsten Themen in der Retrospektive: Handverlesene Artikel rund um PR, social Media und Digitalisierung.
Marken werden Medien, stellt Steffen Meier zum Thema Content Marketing richtig fest.
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Der GlobalWebIndex hat in dieser Woche seine Ergebnisse zum Thema Social Media veröffentlicht. Dabei legen Instagram, Reddit und LinkedIn die größten Wachstumsraten vor, Facebook, YouTube und Google+ dominieren in absoluten Nutzerzahlen, schreibt T3N.
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Bei einem Experten-Chat der Deutschen Bank auf Facebook sollte es eigentlich um das Thema Geldanlage gehen. Aktivisten der NGO „Foodwatch“ haben den Chat allerdings als Plattform genutzt, um das Thema Lebensmittelspekulation zu diskutieren. Meedia zieht drei Lehren aus der Geschichte: Kommunikation im Social Web bleibt schwer zu kontrollieren, Transparenz ist ein Muss und Größe ist relativ.
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Facebook hat seinen Algorithmus für Page-Posts verändert. Posts mit einem Link werden Nutzern häufiger angezeigt, reine Text-Updates werden vom Algorithmus seltener in den Newsfeeds der User platziert. Eine nach wie vor hohe Reichweite haben Posts, die Bilder enthalten. Facebook begründet den Schritt damit, dass Nutzer mit Link- und Foto-Beiträge deutlich häufiger interagieren als mit reinen Text-Updates. Mehr dazu bei Allfacebook.de.
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Beim DLD in München wurde dieses Jahr wieder intensiv über das Internet und Zukunftsthemen diskutiert – kurze kompakte Tageszusammenfassungen bei Daniel Fiene.
Das WEF in Davos hat sich bei seiner Auftaktsession dem Thema „The New Digital Context“ gewidmet und unterstrichen, welche große Rollte die Digitalisierung für die Weltwirtschaft spielt. Hier gibt es das Video und hier einen zusammenfassenden Artikel der „Welt“.
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In ihrem „Weckruf für 2014“ spricht sich Kerstin Hoffmann dagegen aus, Social Media und klassische PR als getrennte Welten zu sehen.
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Facebook-Zahlen I: Indonesien ist Facebooks viertgrößter Markt und viele Nutzer dort haben über 1.000 Freunde. Gute Chancen für Marken, wenn sie Facebook richtig nutzen, schreibt Weber Shandwick.
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Facebook-Zahlen II: Das soziale Netzwerk hat auf eine Studie der Uni Princeton reagiert, wonach Facebook bis 2015 80 % seiner Nutzer verloren haben wird und die Studie als Nonsens bezeichnet.

Reisen: Kann das iPhone eine Kamera ersetzen?

Blick vom Driving Creek Railway, Coromandel, Neuseeland.

iPhone-Panorama: Blick vom Driving Creek Railway, Coromandel, Neuseeland.

Das iPhone hat vor kurzem seinen siebten Geburtstag gefeiert. Mein persönlicher iPhone-Geburtstag (falls man das so sagen darf) war rund eineinhalb Jahre später, im Juli 2008. Seit dem ist das Telefon mein ständiger Begleiter und hat im Laufe der Jahre unter anderem Notizbuch, Kalender, To-Do-Liste, iPod, Armbanduhr und Wecker ersetzt.

Genauso wichtig ist aber, dass sich das iPhone zu einer respektablen Immer-dabei-Kamera gemausert und meine Lumix Point&Shoot schon lange ersetzt hat. Trotzdem war auf Reisen (und wenn es wichtig war) meine Canon DSLR meine ständige Begleiterin. Falls der Akku doch mal alle ging, musste das iPhone herhalten, aber die Bilder waren eben immer noch nicht perfekt.

Das hat sich mit dem iPhone 5 deutlich gewandelt (das 5S ist diesbezüglich noch ein weiterer Schritt nach vorn). In vielen Situationen reicht mir mittlerweile das iPhone als Kamera aus. Ja, ich kann nicht vernünftig zoomen, ja, das Bildrauschen bei dunklen Lichtverhältnissen ist störend und ja, der Blitz ist nicht wirklich brauchbar. Aber: Das iPhone ist eben einfach immer dabei (und zwar auch ohne extra Tasche), es versieht meine Fotos direkt mit Geotags und vor allem: es macht die Fotos sofort zugänglich. Man kann Momente zeitnah per E-Mail, Facebook, Instagram oder Flickr teilen und dank iClouds Foto-Stream sind sie auch schnell in iPhoto importiert sowie bei Diebstahl des iPhones gesichert.

Tranz-Alpine Train von Greymouth nach Christchurch

Tranz-Alpine Train von Greymouth nach Christchurch

Dazu kommen die Unmengen an Photo-Apps, mit denen ich Bilder sofort bearbeiten und weiterverwenden kann. Wiegt dies die Nachteile des iPhones auf? Für mich ist die Antwort zumindest derzeit ein eindeutiges Ja. Ich bin kein Fotojournalist, sondern fotografiere, um meine persönlichen Reiseindrücke festzuhalten. Und da kann das iPhone mit meiner bereits deutlich in die Jahre gekommenen DSLR mithalten.

Mein Schlüsselerlebnis war meine letzte längere Reise nach Neuseeland, Sydney und Singapur. Die Spiegelreflex habe ich zwar eingepackt aber tatsächlich nur in der ersten Woche genutzt. Dann blieb das unhandliche Ding die kompletten restlichen Wochen ungenutzt im Rucksack. Ich hatte recht unbewusst meine Prioritäten gesetzt, das iPhone wurde auf dieser Reise zum Werkzeug meiner Wahl.

Singapur-Nightshot mit dem iPhone 5

Singapur-Nightshot mit dem iPhone 5

Ich schließe nicht aus, dass mich eine neue DSLR mit überragender Bildqualität nicht noch einmal umstimmen könnte, aber aktuell ist für mich vor allem der einfache Zugriff auf die Bilder ein echtes Killer-Feature des iPhones.

Hier geht’s zu meinem Flickr-Account mit vielen weiteren Fotos meiner Reise – der Großteil mit dem iPhone 5 geschossen.

Online-Kommunikation: „Gelber Engel“ gibt Starthilfe

Seit den Veröffentlichungen der Süddeutschen Zeitung über Manipulationen beim Autopreis „Gelber Engel“ musste sich der ADAC jede Menge Hohn, Spott und Beschimpfungen gefallen lassen, sogar eine Zerschlagung des Autoclubs wurde gefordert. In Zeitungen und Online-Medien wurde die Manipulation der Umfrage scharf kritisiert und die anfängliche Medienschelte – für die sich der Geschäftsführer nun entschuldigt hat – machte die Sache natürlich auch nicht besser.

Bei Twitter und Facebook wurde das Thema ebenfalls heiß diskutiert und die Nutzer äußerten ihre Meinungen natürlich auch zahlreich auf der Facebook-Seite des ADAC. Rund 2.000 Kommentare zum Thema „Gelber Engel“ sind dort derzeit zu lesen. Zwar drohen viele dort mit der Kündigung ihrer Mitgliedschaft, aber nicht alle Kommentare sind negativ. Viele Nutzer berichten auch von ihren persönlichen guten Erfahrungen mit Hilfeleistungen des Clubs. Der ADAC selbst reagierte vor allem mit dem Posten von aktuellen Stellungnahmen.

Direkt unter dem aktuellsten Post des ADAC steht ein Kommentar, der nicht nur wegen seiner bisher über 300 Likes ins Auge sticht. Das Profilbild zeigt einen echten „gelben Engel“ wie sie täglich zahlreich auf deutschen Straßen unterwegs sind, um Autofahrern aus der Bredouille zu helfen.

Er schreibt:

„Ich bin selbst Mitarbeiter des ADAC als gelber Engel. Und unabhängig von sehr unschönen Ereignissen rund um den Club in den letzten Tagen, denke ich, das wir einen sehr guten Job machen… Ich gebe jedenfalls täglich mein bestes um Autofahrern in Not zu helfen. Ich werde gut geschult, meine Ausrüstung ist top… Meine Kollegen in den Lüften, retten täglich Menschenleben. Es wäre wirklich schön wenn sich einige Mitglieder auf diese wichtigen Dinge besinnen würden. Ich kann hier nur für mich sprechen, meine Meinung muss nicht die des ADAC sein… Aber ich werde auch weiterhin alles tun um den Mitgliedern meines Arbeitgebers zu helfen.“

Bei den Usern kam dieses Statement extrem gut an, das zeigen neben den Likes auch die vielen positiven Antworten auf seinen Beitrag. Und während offenbar die Zahl der Kündigungen von ADAC-Mitgliedschaften deutlich steigt und Köpfe rollen, lernen wir aus dieser Kommunikationskrise auch: Sympathie kann man auch online durch authentische Mitarbeiter zurückgewinnen.

Vor dem ADAC liegt jetzt ein großes Stück Arbeit, denn nach einer vollständigen, transparenten Aufklärung folgt dann das mühsame Geschäft, das angekratzte Image wieder aufzupolieren. Sympathische Mitarbeiter, die echte Werte des ADAC auch online authentisch weitertragen, können da sicher nur hilfreich sein.

Raus in die Welt

Wie die Grenzen sozialer Netzwerke mit social Plugins verschwinden.

Facebook machte es mit dem „Like“-Button bereits 2010 vor: die Öffnung des bisher geschlossenen Systems für andere Websites. Websitebetreibern bietet Facebook eine breite Auswahl an sogenannten „social Plugins“ an, die sich leicht in die eigene Website integrieren lassen und das Webangebot mit dem social Network vernetzen. So können Nutzer mit einem Klick Artikel mit ihren Facebook-Freunden teilen oder z.B. Fan einer Seite werden.

Twitter, Google+ und auch das deutsche Netzwerk XING bieten mittlerweile ähnliche Funktionen, um es den Usern und Website-Betreibern möglichst leicht zu machen, Content in ihren Netzwerken zu verbreiten.

Vom Like-Button zum Embed-Code
Twitter begann bereits früh auch in die umgekehrte Richtung zu denken – nämlich nicht nur den Content ins eigene Netzwerk zu bringen, sondern auch die Inhalte von Twitter für Seitenbetreiber bereitzustellen. Seit 2011 bietet Twitter die Option an, Tweets per Code in Websites einzubinden, so wie es bei Video-Diensten bereits länger gang und gäbe ist. Vor kurzem hat nun auch Facebook nachgezogen und lässt User ebenfalls einzelne Posts auf  Websites einbetten.

Social Networks sind keine geschlossenen Sphären mehr
Soziale Netzwerke waren für User früher in der Regel abgeschlossene Räume zum Austausch mit Freunden und der Familie. Doch diese Trennung vom „übrigen Internet“ verschwimmt zumindest bei den angestammten sozialen Netzwerken immer mehr. Durch social Plugins und Einbettungsfunktionen werden Inhalte von Facebook und Twitter gewissermaßen portabel und können, einmal kreiert, unabhängig von ihrem Ursprung einfacher weitergenutzt werden. Von social Networks als begrenzten, abgeschlossenen Sphären kann mittlerweile keine Rede mehr sein.

Dieses einfachere Teilen von Inhalten auf Websites ist im Interesse von Seitenbetreibern aber es hilft auch den Netzwerken selbst. Jeder eingebettete Inhalt ist ein weiterer Weg hinein in den Dienst und damit eine Werbung für User, die dort vielleicht noch nicht registriert sind. Seitenbetreiber profititeren von der einfachen Mehrfachnutzung von Content und damit einhergehend der noch reibungsloseren Interaktion der Nutzer. Folgen, retweeten und liken eines einzelnen Posts werden für User noch bequemer und sorgen für eine stärkere Verbreitung der Inhalte.

Gleichzeitig verliert auch Facebook immer mehr seinen familiären und privaten Touch. Da Facebook aber ohnhein eine immer stärkere Rolle in der professionellen Vernetzung und als Nachrichtenmedium spielt, ist die wirklich private Kommunikation über Facebook für viele Nutzer bereits passé. Snapchat oder klassische Messaging-Dienste wie iMessage oder WhatsApp füllen diese Lücke und bieten dem User private Kommunikation ohne „Internetanschluss“.

Künftig werden wir sicherlich eine noch weitere Vernetzung zwischen Websites und dem Content aus sozialen Netzwerken sehen. Aus Usersicht wünschenswert wäre aber auch ein netzwerkübergreifendes Sharing von Inhalten, das vor allem auch die Kommentarfeeds zusammenführt. Das aber bleibt vorerst Utopie, auch weil es dem Wunsch der Netzwerke, seine Nutzer an sich zu binden nicht entspricht.