Online-Kommunikation: „Gelber Engel“ gibt Starthilfe

Seit den Veröffentlichungen der Süddeutschen Zeitung über Manipulationen beim Autopreis „Gelber Engel“ musste sich der ADAC jede Menge Hohn, Spott und Beschimpfungen gefallen lassen, sogar eine Zerschlagung des Autoclubs wurde gefordert. In Zeitungen und Online-Medien wurde die Manipulation der Umfrage scharf kritisiert und die anfängliche Medienschelte – für die sich der Geschäftsführer nun entschuldigt hat – machte die Sache natürlich auch nicht besser.

Bei Twitter und Facebook wurde das Thema ebenfalls heiß diskutiert und die Nutzer äußerten ihre Meinungen natürlich auch zahlreich auf der Facebook-Seite des ADAC. Rund 2.000 Kommentare zum Thema „Gelber Engel“ sind dort derzeit zu lesen. Zwar drohen viele dort mit der Kündigung ihrer Mitgliedschaft, aber nicht alle Kommentare sind negativ. Viele Nutzer berichten auch von ihren persönlichen guten Erfahrungen mit Hilfeleistungen des Clubs. Der ADAC selbst reagierte vor allem mit dem Posten von aktuellen Stellungnahmen.

Direkt unter dem aktuellsten Post des ADAC steht ein Kommentar, der nicht nur wegen seiner bisher über 300 Likes ins Auge sticht. Das Profilbild zeigt einen echten „gelben Engel“ wie sie täglich zahlreich auf deutschen Straßen unterwegs sind, um Autofahrern aus der Bredouille zu helfen.

Er schreibt:

„Ich bin selbst Mitarbeiter des ADAC als gelber Engel. Und unabhängig von sehr unschönen Ereignissen rund um den Club in den letzten Tagen, denke ich, das wir einen sehr guten Job machen… Ich gebe jedenfalls täglich mein bestes um Autofahrern in Not zu helfen. Ich werde gut geschult, meine Ausrüstung ist top… Meine Kollegen in den Lüften, retten täglich Menschenleben. Es wäre wirklich schön wenn sich einige Mitglieder auf diese wichtigen Dinge besinnen würden. Ich kann hier nur für mich sprechen, meine Meinung muss nicht die des ADAC sein… Aber ich werde auch weiterhin alles tun um den Mitgliedern meines Arbeitgebers zu helfen.“

Bei den Usern kam dieses Statement extrem gut an, das zeigen neben den Likes auch die vielen positiven Antworten auf seinen Beitrag. Und während offenbar die Zahl der Kündigungen von ADAC-Mitgliedschaften deutlich steigt und Köpfe rollen, lernen wir aus dieser Kommunikationskrise auch: Sympathie kann man auch online durch authentische Mitarbeiter zurückgewinnen.

Vor dem ADAC liegt jetzt ein großes Stück Arbeit, denn nach einer vollständigen, transparenten Aufklärung folgt dann das mühsame Geschäft, das angekratzte Image wieder aufzupolieren. Sympathische Mitarbeiter, die echte Werte des ADAC auch online authentisch weitertragen, können da sicher nur hilfreich sein.

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Raus in die Welt

Wie die Grenzen sozialer Netzwerke mit social Plugins verschwinden.

Facebook machte es mit dem „Like“-Button bereits 2010 vor: die Öffnung des bisher geschlossenen Systems für andere Websites. Websitebetreibern bietet Facebook eine breite Auswahl an sogenannten „social Plugins“ an, die sich leicht in die eigene Website integrieren lassen und das Webangebot mit dem social Network vernetzen. So können Nutzer mit einem Klick Artikel mit ihren Facebook-Freunden teilen oder z.B. Fan einer Seite werden.

Twitter, Google+ und auch das deutsche Netzwerk XING bieten mittlerweile ähnliche Funktionen, um es den Usern und Website-Betreibern möglichst leicht zu machen, Content in ihren Netzwerken zu verbreiten.

Vom Like-Button zum Embed-Code
Twitter begann bereits früh auch in die umgekehrte Richtung zu denken – nämlich nicht nur den Content ins eigene Netzwerk zu bringen, sondern auch die Inhalte von Twitter für Seitenbetreiber bereitzustellen. Seit 2011 bietet Twitter die Option an, Tweets per Code in Websites einzubinden, so wie es bei Video-Diensten bereits länger gang und gäbe ist. Vor kurzem hat nun auch Facebook nachgezogen und lässt User ebenfalls einzelne Posts auf  Websites einbetten.

Social Networks sind keine geschlossenen Sphären mehr
Soziale Netzwerke waren für User früher in der Regel abgeschlossene Räume zum Austausch mit Freunden und der Familie. Doch diese Trennung vom „übrigen Internet“ verschwimmt zumindest bei den angestammten sozialen Netzwerken immer mehr. Durch social Plugins und Einbettungsfunktionen werden Inhalte von Facebook und Twitter gewissermaßen portabel und können, einmal kreiert, unabhängig von ihrem Ursprung einfacher weitergenutzt werden. Von social Networks als begrenzten, abgeschlossenen Sphären kann mittlerweile keine Rede mehr sein.

Dieses einfachere Teilen von Inhalten auf Websites ist im Interesse von Seitenbetreibern aber es hilft auch den Netzwerken selbst. Jeder eingebettete Inhalt ist ein weiterer Weg hinein in den Dienst und damit eine Werbung für User, die dort vielleicht noch nicht registriert sind. Seitenbetreiber profititeren von der einfachen Mehrfachnutzung von Content und damit einhergehend der noch reibungsloseren Interaktion der Nutzer. Folgen, retweeten und liken eines einzelnen Posts werden für User noch bequemer und sorgen für eine stärkere Verbreitung der Inhalte.

Gleichzeitig verliert auch Facebook immer mehr seinen familiären und privaten Touch. Da Facebook aber ohnhein eine immer stärkere Rolle in der professionellen Vernetzung und als Nachrichtenmedium spielt, ist die wirklich private Kommunikation über Facebook für viele Nutzer bereits passé. Snapchat oder klassische Messaging-Dienste wie iMessage oder WhatsApp füllen diese Lücke und bieten dem User private Kommunikation ohne „Internetanschluss“.

Künftig werden wir sicherlich eine noch weitere Vernetzung zwischen Websites und dem Content aus sozialen Netzwerken sehen. Aus Usersicht wünschenswert wäre aber auch ein netzwerkübergreifendes Sharing von Inhalten, das vor allem auch die Kommentarfeeds zusammenführt. Das aber bleibt vorerst Utopie, auch weil es dem Wunsch der Netzwerke, seine Nutzer an sich zu binden nicht entspricht.

Notizen-App Upad günstig im App-Store

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Die recht mächtige Notiz-App Upad ist aktuell für 89 Cent im App-Store zu haben.
Upad macht das iPad – einen passenden Eingabestift vorausgesetzt – zum interaktiven Notizblock.
Besonders praktisch: auch PDFs lassen sich mit der App kommentieren und markieren außerdem kann man bequem Bilder und Formen in die Notizen einfügen.
Die Übertragung der Handschrift gefällt mit persönlich bei Upad auch besser als bei Notably, zudem ist die App an Evernote anzubinden.

Hier geht’s zur App im App-Store:
https://itunes.apple.com/de/app/upad/id401643317?mt=8

Foto: Screenshot App-Store.

iPad als perfekter Notizblog

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Das iPad ist – allen Unkenrufen zum Trotz – nicht nur ein tolles Gerät um Inhalte zu konsumieren, es ist auch ein echtes Produktivitätstool.

Nicht nur, um E-Mails, im Vergleich zum iPhone, bequem zu bearbeiten oder Dokumente zu lesen, sondern auch um Notizen schnell zur Hand zu haben und zu ergänzen.

Evernote – gutes Text-Tool mit kleinen Schwächen
Bisher habe ich dazu vor allem auf Evernote gesetzt – dank der Speicherung in der Cloud bleiben die Notizen überall auf dem neuesten Stand und lassen sich am Rechner bequem ergänzen. Für Aufzeichnungen in Sitzungen ist Evernote aber nicht hundertprozentig perfekt: Geht es darum, Skizzen oder handschriftliches hinzuzufügen, stößt die App an ihre Grenzen. PDFs und Fotos können bei Evernote zwar eingefügt, aber nicht bearbeitet, markiert oder mit Anmerkungen Versehen werden. Mit der App Skitch bietet Evernote zwar eine Möglichkeit, Fotos mit Anmerkungen zu versehen und eben dorthin zu exportieren – allerdings können diese in Evernote nicht mehr nachträglich ergänzt oder bearbeitet werden.

Notability – das iPad wird zum digitalen Notizblock
Die iPad-App Notability ist die erste ihrer Art, die meiner Meinung nach, das iPad wirklich zu einem perfekten digitalen Notizblock macht. Zum einen gehören Bild- und PDF-Einbindung sowie deren Bearbeitung zum Standard – zum anderen funktioniert hier zum ersten Mal die Handschrifteingabe wirklich gut: Notability bietet die Möglichkeit, in „gezoomten Bereichen“ des Dokuments ordentliche Handschrifteingaben vorzunehmen. Zusammen mit einem iPad-Stift klappt das endlich gut.

Die Möglichkeit, Audio-Aufnahmen zu Dokumenten hinzuzufügen, macht die App zu einem noch besseren Begleiter bei Meetings und dank Dropbox-Einbindung bleiben die Dateien automatisch mit der Cloud synchron. In den nächsten Tagen werde ich testen, inwieweit man die Notizen auch zielführend am Rechner bearbeiten kann.

Notability gibt es aktuell zum Schnäppchenpreis von 0,79 € im App-Store. Wer das iPad beruflich oder in der Uni einsetzt, sollte zuschlagen.