Lohnt sich die Apple Watch? Langzeit-Review

2D85D32A-1A2E-4E16-9B54-BBB5BBA37617Seit September 2015 bin ich Besitzer einer Apple Watch Sport in Schwarz. Die Frage, die ich am häufigsten zu hören bekomme, ist die, ob sich der Kauf gelohnt hat bzw. ob „man so etwas (vermeintlich unnützes) wirklich braucht“. — Jedes Mal muss ich dann wieder an die zahllosen Konversationen über Sinn und Unsinn meines iPads der ersten Generation denken… Lohnt sich also die Apple Watch, braucht man sie? Wie bei vielen Gadgets, vor allem bei Gadgets erster Generation, lautet die Antwort: „Nicht unbedingt, aber…“

Bei der Apple Watch lautet mein „aber“, dass ich einfach neugierig auf das Produkt war. Ich wollte wissen, wie die Zukunft von und mit Wearables aussehen kann. Und ich war gespannt, wie es sich anfühlt, Apples „most personal device yet“ zu tragen. Ja, nennt mich Fanboy ;)

Nach fast einem halben Jahr, in dem ich die Apple Watch täglich getragen habe, konnte ich mir ein ganz gutes Bild von dem Gerät machen. Die Frage, ob man sie wirklich braucht, kann ich immer noch nicht mit einem eindeutigen Ja beantworten. Aber die Watch hat einige Vorzüge, die ich nicht mehr missen möchte. Deshalb geht es in diesem Text auch nicht um eine vollständige Aufzählung aller Funktionen, sondern ich möchte hervorheben, was mir bei der Benutzung positiv oder negativ aufgefallen ist.

Weiterlesen

Alles messen – Fitbit

fitbitScreenshot von Fitbit.com

Der Mensch neigt dazu, möglichst viel und genau zu messen: seine Umwelt, sich selbst, andere… Das fängt ja quasi bei der Geburt an und nimmt dann – außer dem natürlichen – kein Ende mehr. Eher neu ist hingegen, dass die Messdaten auch freiwillig veröffentlicht werden. Ich spreche hier nicht von Usain Bolt, sondern von Otto-Normal-Sportler. Dienste wie Dailymile machen es möglich und lassen andere auf Wunsch auch gleich noch über Facebook oder Twitter an den eigenen sportlichen Höchstleistungen teilhaben. Dabei möchte ich nicht verschweigen, dass ich den Service ebenfalls nutze, allerdings ohne meine (viel zu seltenen) sportlichen Erfolge weiter zu verbreiten.

Das neue Produkt Fitbit geht hingegen weit über die manuelle Eingabe bei Services wie Dailymile hinaus. Fitbit wird an der Kleidung oder einem Armband befestigt und der Sensor misst 24h alle Bewegungen. Kommt man in die Nähe der Dockingstation werden die Daten drahtlos synchronisiert und sind auf fitbit.com abrufbar. Dort kann man auch noch die verzehrten Nahrungsmittel eingeben – viele Produkte sind bereits mit ihren Nährwerten eingetragen – und erhält so eine persönliche Kalorien-Bilanz. Wenn man sich entscheidet, den Clip auch nachts zu tragen, wird sogar die Qualität des Schlafes (anhand der Bewegungen) ermittelt. Dafür muss man dem kleinen Stick aber auch mitteilen, wann man ins Bett geht und wann man aufsteht.

Das Teil hat also das Potenzial, den Menschen plastisch vor Augen zu führen wie viel oder wenig sie sich bewegen und wie dies im Verhältnis zu den aufgenommen Kalorien steht. Bei der Auswertung ist man allerdings auf den Online-Service angewiesen, bei dem zwangsläufig dann die auch sehr persönlichen Daten lagern.

Fitbit kostet 99 US-$.