CanoScan 4400F mit Snow Leopard

Und nun eine weitere Folge aus der scheinbar unendlichen Serie „Kompatibilität mit Snow Leopard“. Heute: der Canon-Scanner CanoScan 4400F.

Während der Scanner mit der Canon Toolbox 5.012 unter Snow Leopard nicht ansprechbar ist („Der Treiber konnte nicht geöffnet werden“), klappt es auf diesem Wege gut und elegant – nämlich mit Vorschau. Dazu muss man zuerst die ScanGear CS 12.12 bei Canon herunterladen – diese wird irrtümlich mit den Worten „Software zur Ansteuerung Ihres Scanners unter Windows“ beschrieben, allerdings sollte man sich davon nicht beirren lassen. Nach der Installation ist dann ein Neustart fällig und schließlich kann der angeschlossene Scanner ganz einfach über das Programm Vorschau unter Ablage -> Aus Scanner importieren -> CanoScan 4400F angesprochen werden.

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Fazit nach einer Woche mit Snow Leopard

Nachdem ich ja schon erwähnt habe, dass Snow Leopard zu einer erschwerten Zusammenarbeit mit UMTS-Surfsticks führt, möchte ich hier noch auf die anderen Erfahrungen eingehen, die ich nach knapp einer Woche mit dem neuen Betriebssystem gesammelt habe.

Zunächst einmal ist Snow Leopard auf den ersten Blick nicht viel mehr als solide Produktpflege, denn rein äußerlich gibt es nur wenige Neuerungen. Leicht verbessert wurde z.B. die Darstellung und Funktion der praktischen Stacks; auch Exposé und der Finder wurden überarbeitet. Neu ist außerdem eine weitreichende Exchange-Einbindung, die die Nutzung des Microsoft-Services in Apple-Anwendungen wie iCal, Mail und Adressbuch erlaubt. Daneben gibt es noch kleinere Neuerungen z.B. bei iChat, das ich aber nie nutze.

Die meisten großen Änderungen fanden im „Unterbau“ – und damit für den Normaluser eher unsichtbar statt. Dies ist sicher auch ein Grund für den günstigen Preis, der den Nutzern die Kauf-Entscheidung erleichtern soll. Das Upgrade von Leopard schlägt gerade einmal mit 29 Euro zu Buche. Zu den weniger auffallenden Änderungen zählt die erweiterte 64 Bit-Unterstützung – alle Systemprogramme arbeiten nun mit 64 Bit. Grand Central Dispatch soll dafür sorgen, dass Aufgaben besser auf mehrere Prozessorkerne verteilt und damit schneller abgewickelt werden können. Auch die Leistung der Grafik-Chips wird durch OpenCL besser ausgenutzt. Weil Snow Leopard  im Gegensatz zu seinem Vorgänger keine Macs mit PowerPC-Prozessor mehr unterstützt, fällt das neue Betriebssystem um 7 GB kleiner aus und schafft so mehr Platz auf der Festplatte. Alles in allem wird das Mac OS damit schlanker, schneller und stabiler – einen Eindruck, den ich durchaus teilen kann.

Wer beispielsweise alte Versionen von Programmen, die noch für PowerPC entwickelt wurden, weiternutzen möchte, der sollte bei der Installation darauf achten, die Systemkomponente Rosetta zu installieren. Damit ist dann z.B. auch der Betrieb älterer Photoshop-Versionen kein Problem. Inkompatible Software hat Apple hier aufgelistet. Wenn man sich für ein Update der bestehenden Installation (also gegen ein sog. Clean-Install, ein vollständiges Neuaufsetzen des Systems) entscheidet, muss man ca. 1 Stunde Zeit für die Installation rechnen, die weitestgehend automatisch abläuft.

Vorsicht ist beim Betrieb älterer Druckermodelle geboten, da für diese teilweise (noch) keine Treiber zur Verfügung stehen. Vor dem Upgrade lohnt sich ein ein Blick auf Apples Liste kompatibler Drucker und Scanner.

Fazit: wer von der Inkompatibilität von Software und Hardware nicht betroffen ist und gerade 29 Euro übrig hat, kann guten Gewissens zu Snow Leopard greifen. Rein äußerlich ist es – trotz einiger praktischer neuer Features – kein Must-Have, aber eine solide Weiterentwicklung. David Pogue (NYT) bringt dies in seinem Video ebenfalls klar auf den Punkt.

Fonic Surf-Stick mit Snow Leopard betreiben [Update]

Nachdem T-Mobile das Tethering ja mit den neuen Verträgen Aufpreispflichtig macht, ich aber gerne über die Möglichkeit verfüge ab und zu auch auch mit dem MacBook mobil zu surfen, habe ich heute spontan einen Fonic Surf-Stick gekauft. Allerdings war mir nicht bewusst, dass sich Snow Leopard und viele UMTS-Sticks noch nicht vertragen – gerade war der Stick also online aktiviert, ging das Gefrickel los.

Die gute Nachricht: man kann den Fonic-Stick mit Snowleopard zum Laufen kriegen – und so gehts:

  1. SIM in ein Handy (nicht iPhone) einlegen und dort die PIN-Abfrage für die Fonic-Karte deaktivieren.
  2. SIM-Karte in den Stick stecken und dann den Stick an den Mac
  3. O2 Connection Manager herunterladen (dort sollte man auch auch die PIN-Abfrage deaktivieren können)
  4. Der Stick wird jetzt erkannt und erscheint als Huawei Mobile in den Systemeinstellungen unter Netzwerk.
  5. In den Verbindungs-Einstellungen als „GPRS(GSM/3G)“ konfigurieren und zwar mit den Daten:
    – APN: pinternet.interkom.de
    – kein Benutzername oder Kennwort
    – Telefonnummer: *99***1#

Fonic_Konfig-1

Fonic_Konfig-2

Damit sollte dann das Verbinden klappen. Wahlweise kann man vermutlich auch den O2 Connection Manager dauerhaft nutzen (dort dann ein Profil mit den o.g. Daten anlegen). Das habe ich aber nicht getestet, weil ich die in das Betriebssystem integrierte Lösung praktischer finde. Allerdings fehlt hier unter anderem die Möglichkeit zur Guthabenabfrage und auch SMS-Versand ist nicht möglich.

Mit welchem Netz man verbunden ist, erfährt man übrigens – in Ermangelung der Fonic-Software – auch mit Blick auf den Stick: ein grün leuchtendes LED bedeutet GPRS, blau heißt UMTS und cyan zeigt HSDPA an.

[Update 11.09.2009]

Auch das Mac OS Update 10.6.1 hat beim Fonic Surf-Stick bisher keine Verbesserungen gebracht. Apple gibt an, dass das Update u.a. die Zusammenarbeit mit Sierra 3G Modems verbessert.